Insektenhotel - Unser Beitrag zur Sicherung der Artenvielfalt

Weniger Nahrung und Unterschlupfmöglichkeiten führen zu einer Abnahme der Insektenvielfalt. Mit unserem Insektenhotel möchten wir dieser Entwicklung entgegen steuern und den Tieren ein Zuhause bieten.

, Kategorie: Hof

Insekten finden immer weniger Orte, an denen Sie ungestört ihre Nester errichten können. Durch steril gepflegte Gärten und immer weniger Unkraut finden sie immer weniger Nahrung. Sie müssen dadurch weite Wege zur Nahrungsbeschaffung zurücklegen und viele von ihnen scheitern nach einer langen Winterperiode daran. Aus diesem Grund haben wir hier in Klaistow an unserem Naturteich, inmitten von Schilf und Blumen, dieses Insektenhotel mit Nistkasten aufgestellt. Es dient den Insekten als Unterschlupf, Nistplatz, Überwinterungsquartier, dauerhafter Bezugsort und Standort nahe einer Futterquelle. Der große Abstand von 1 Meter zum Boden schützt die Insekten vor größeren Tieren und Haustieren. Die stärker ausgeprägte Dachkonstruktion und die Positionierung des Hotels schützen sie vor den unterschiedlichen Witterungsverhältnissen wie Wind, Kälte, Regen und Sonne.

Welche Materialien wurden verbaut?

Das Insektenhotel wurde mit viel Liebe zum Detail aus verschiedenen Schilfsorten, Lehm, Akazienholz, Porotonstein, hohlen Baumstämmen mit gefülltem Erikakraut, Niemegker Steinen, Borke, Brettstapeln und Kästen mit lamellenartigen Eingängen gebaut. An der Seite befindet sich ein nach außen geschlossener Nistkasten, der die Insekten vor Vogelangriffen schützt. An einigen Materialien wurde ein Lockanstrich angebracht, um den Einzug der Insekten zu beschleunigen. Es kann bis zu einem Jahr dauern bis sich Insekten ansiedeln, da erst eine sogenannte „Patina“ (witterungsbedingte, dünne Schicht) entstehen muss, damit sich die Insekten richtig wohlfühlen.

Welchen Nutzen haben Insekten?

Insekten bestäuben Blumen und ernähren sich hauptsächlich von Pflanzenschädlingen wie zum Beispiel Blattläusen. Damit sind Insekten ein wichtiger natürlicher Bestandteil eines funktionierenden Gartens abseits von Pestiziden & Co.

Wer wohnt im Insektenhotel?

Schmetterlinge: Schmetterlinge überwintern oftmals in hohlen Bäumen oder Tierbauen. Dort verharren sie regungslos in einer Winterstarre. Ist der Winter nicht ganz so kalt, kann es sogar sein, dass sie aufwachen und auf Erkundungstour gehen.

Florfliege: Die Larven der Florfliegen ernähren sich hauptsächlich von Blattläusen, daher ist sie unter Gartenbesitzern so beliebt und wird liebevoll „Blattlauslöwe“ genannt. Sie reagiert stark auf die Farbe „rot“, daher haben einige Materialien einen roten Anstrich bekommen.

Ohrwurm: Der Ohrwurm nutzt den Nistkasten hauptsächlich als Brutstätte für seine Nachkommen und als Überwinterungsmöglichkeit. Der Ohrwurm gilt als Allesfresser, daher muss regelmäßig kontrolliert werden, ob ausreichend Blattläuse vorhanden sind. Denn ansonsten kann es sein, dass er selbst zum Schädling wird und Schmetterlingsraupen oder gesunde Pflanzen frisst.

Wildbienen: Wildbienen suchen sich ihre Bruthöhlen in der freien Natur. Gerne nisten sie auf Ästen mit Löchern, altem Holz oder Mauerwerken. Aus diesem Grund lieben sie Insektenhotels und nutzen sie daher einjährig als Brutstätte. Nachdem die Larven den Winter im Nistkasten verbracht haben, schwärmen sie aus und bestäuben die Pflanzen in ihrer Umgebung.

Marienkäfer: Allein in Deutschland gibt es über 70 verschiedene Arten. Der Bekannteste unter ihnen ist der rote Siebenpunkt-Marienkäfer. Sie haben einen gesunden Appetit und fressen neben Läusen (Schild- und Blattläusen) auch Spinnmilben und ab und an auch den Pilzbefall auf Pflanzen

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