Rückblick auf eine etwas andere Spargelsaison

Mit dem Ende der Spargelsaison am 5. Juli starten wir auch gleich in die Heidelbeersaison. In diesem Jahr können wir Corona bedingt auf keine "normale" Spargelsaison zurückblicken. Von der kompletten Schließung unserer gastronomischen Einrichtungen bis zum Fehlen unserer Erntehelfer, hatten wir in diesem Jahr viele Herausforderungen zu meistern. Zum Glück macht Not erfinderisch, so dass wir diese Spargelsaison doch noch nutzen konnten.

, Kategorie: Spargel, Hof

Dieses Jahr starteten wir turbulenter in die neue Saison als je zuvor. Ende März eröffnen wir erfahrungsgemäß unseren Hof und je nach Wetterlage gibt es manchmal sogar schon den ersten Spargel. Dieser wird von rund 800 polnischen und ukrainischen Gastarbeitern geerntet, die jedes Jahr wiederkehrend unseren Spargel stechen und somit bereits Profis auf diesem Gebiet sind. Doch Mitte März sollte alles anders kommen als erwartet, denn der Corona Virus breitete sich in Deutschland aus.

Spargelernte war durch Corona Maßnahmen gefährdet

Zur Eindämmung der Pandemie hatte die Regierung ein Kontaktverbot mit einhergehender Schließung von Geschäften, gastronomischen Einrichtungen, Veranstaltungen, öffentlichen Einrichtungen wie Kitas und Schulen u.v.w. Maßnahmen beschlossen. Zum Glück hatten wir zu diesem Zeitpunkt bereits fast 500 Erntehelfer vor Ort, denn mit dieser Anordnung wurden auch die Grenzübergänge geschlossen. Nun standen wir vor mehreren Herausforderungen. Zum einen alle Erntehelfer nach Klaistow und zum anderen unseren Spargel auf dem Hof verkauft zu bekommen, denn alle Innenräume mussten ja für den öffentlichen Zutritt geschlossen bleiben. Beide Herausforderungen haben wir zum Glück gemeistert. Die ausländischen Erntehelfer wurden teilweise eingeflogen und viele Deutsche haben sich freiwillig zum Spargel stechen bereit erklärt. Wir sind über dieses große Engagement sehr dankbar und es hat dazu beigetragen, den Spargel größtenteils ernten zu können. Unter den deutschen Erntehelfern waren Studenten, Gastronomen, Übersetzer und viele weitere Berufsgruppen vertreten, die Corona bedingt in ihrem regulären Beruf nicht arbeiten konnten. Die Stimmung auf dem Feld war trotz harter Arbeit ausgelassen und entspannt. Berufsgruppen, die normalerweise viel Kopfarbeit leisten, empfanden die körperliche Feldarbeit als eine willkommene Abwechslung und neue Erfahrung für sich selbst. Ein Großteil der Arbeiter kam direkt aus Berlin zu uns auf das Feld, oftmals mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Für nähere Informationen zu unseren deutschen Erntehelfern haben wir auf unseren sozialen Kanälen (Facebook und Instagram) deutsche Arbeiter vorgestellt. Wir bedanken uns bei allen Erntehelfern, deutsche und ausländische, für die sehr gute Arbeit und die gute Ernte in diesem Jahr.

Not macht „erfinderisch“

Trotzdem standen wir noch vor der nächsten Herausforderung. Wie können wir nun unsere leckeren Spargelgerichte verkaufen, wenn doch alle gastronomischen Einrichtungen geschlossen bleiben müssen? Not macht bekanntlich erfinderisch und so war das auch bei uns auf dem Hof. Unser Restaurantleiter, Timm Kleist, und unsere Geschäftsführerin, Antje Winkelmann, überlegten sich einen Außer-Haus-Verkauf und so wurde das Spargel Drive-in Konzept direkt in die Tat umgesetzt. Es wurde ein Foodtruck angemietet und das Drive-In-Lokal auf dem Feld aufgebaut. Das Konzept wurde glücklicherweise sehr gut angenommen und konnte während der Schließzeit einen Teil des verlorenen Umsatzes auffangen. Unseren Onlineshop als einen weiteren wichtigen Verkaufskanal haben wir auch intensiver genutzt, in dem wir unseren Spargel und Kochboxen für zu Hause online verkauft haben. Auch dieses Konzept wurde sehr gut angenommen.

Die ersehnte Öffnung unseres Hofrestaurants

Am 15. Mai kam dann endlich die ersehnte Aufhebung des Schließverbots und wir konnten alle Einrichtungen samt Gastronomie mit erheblichen Auflagen eröffnen und die restliche Spargelsaison auf unserem Hof durchführen. So können wir aufgrund der Abstandsvorgaben lediglich 50 Prozent der Sitzplätze anbieten. Nun sind wir am Ende der Saison angekommen und bedanken uns bei allen Fans des edlen Gemüses für Ihren Besuch und Kauf auf unserem Hof. Am Freitag, den 3. Juli kann zum letzten Mal unser Spargel Buffet in diesem Jahr genossen werden.

Ausblick auf das weitere Geschäftsjahr

In der kommenden Woche beginnt die Heidelbeersaison auf unserem Hof mit unserem Heidelbeercafé im Wald, der Heidelbeer Selbstpflücke und unserem leckeren Heidelbeerbuffet, bei dem ohne Ende Süßes und Herzhaftes geschlemmt werden kann. Wir starten jetzt auch ganz neu mit einem Wohnmobil Stellplatz. Hier können Besitzer eines rollbaren Untersatzes bei uns entspannen und Landluft genießen und Kinder kommen bei uns auf unserem Spielplatz mit Riesenrutsche, Jeep-Parcours u.v.w. Attraktionen auch auf ihre Kosten. Am 5. September eröffnen wir wieder Deutschlands größte Kürbisausstellung unter dem Motto „Kürbis, Fabeln, Fantasien“ mit über 100.000 Kürbissen. Im Winter wird es wieder Freilandgans von unserem Hof zu kaufen und verzehrfertig zu essen geben, bis wir das Jahr am 30. Dezember bei der großen Pyro Passion Show ausklingen lassen werden.

Wir wünschen uns einen weniger turbulenteren Verlauf des weiteren Jahres und hoffen auf eine Eindämmung der Pandemie sowie auf Normalität in allen Bereichen. Bleibt gesund!

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