Kleine Feldkunde

Spargel liebt neben Wärme vor allem lockere, sandige Böden. Auf den Feldern rings um Beelitz sind die Bedingungen ideal. Der Beelitzer Spargel blickt bereits auf eine lange Tradition zurück und erfreut sich heute einer großen Nachfrage.

Saisongemüse mit Tradition

Schon seit über 150 Jahren wird in Beelitz Spargel angebaut. Spätestens seit den 1920er und 30er Jahren erfreut sich das Königsgemüse großer Beliebtheit. In diese Zeit fällt auch das erste Beelitzer Spargelfest, das am 3.Juni 1934 stattfand. Nachdem der kalorienarme Spargel in den Kriegsjahren ein wenig an Bedeutung eingebüßt hatte, gewann er in der Folgezeit schnell neue Anhänger. In der DDR hatte Spargel sogar Tauschpotenzial, auch weil die landwirtschaftlichen Großbetriebe (LPG) die arbeitsintensiven Pflanzen nicht anbauten und dadurch für eine extreme Verknappung sorgten. Das 100-jährige Anbaujubiläum wurde 1961 in Beelitz trotzdem gefeiert – mit dem ersten Spargelfest der DDR.

Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte

Nach dem Mauerfall explodierte die Nachfrage nach den weißen Stangen aus Beelitz, auf die Ost wie West so lange hatten verzichten müssen. Schnell nahm auch die Zahl der Spargelfelder wieder zu. Der Familienbetrieb Buschmann & Winkelmann gehörte zu den ersten, der die Tradition wieder belebte. Heute ist unser Spargelhof Klaistow mit 800 Hektar Anbaufläche einer der größten Anbaubetriebe für Beelitzer Spargel in der Region und ein beliebtes Ausflugsziel. Mehr zur Entwicklung unseres Hofes hier.

Das Wichtigste vom Edelgemüse

Spargel (botanisch: Asparagus officinalis) gehört zur Familie der Liliengewächse. Gegessen werden nur die jungen zarten Sprosse, die Jahr für Jahr aus dem Wurzelstock der Spargelstaude hervorbrechen. Ab 12 Grad Bodentemperatur beginnen die Spargelstangen zu wachsen. Gestochen wird bis zum 24. Juni (Johanni). Danach wachsen die Triebe bis zu zwei Meter aus dem Erdhügel heraus. Die reich verzweigten Sprosse mit nadelförmigen Seitentrieben werden als Spargelkraut bezeichnet. Im Herbst lagert die Spargelpflanze Reservestoffe (Mineralien und Kohlenhydrate) im Wurzelstock ein.

Stechen oder schneiden

Grüner Spargel wächst oberirdisch im Sonnenlicht. Der Farbstoff Chlorophyll verleiht ihm seine kräftige Farbe. Er schmeckt würziger und hat einen höheren Vitamin-C-Gehalt als die bekanntere weiße Variante, der Bleichspargel. Grüner Spargel wird oberirdisch geerntet und nicht gestochen sondern geschnitten.
Ganz anders der Bleichspargel. Er gedeiht in aufgeworfenen, sandigen Erdhügeln und wird immer von Erde bedeckt. Bleichspargel wird gestochen, kurz bevor er die Erde durchbricht. Wenn die Spitzen ans Tageslicht kommen, verfärbt sich ihr Kopf oft violett. Der Geschmack bleibt dadurch unverändert.

Qualität aus Brandenburg

Die leichten und schnell erwärmbaren Sandböden und sandigen Lehmböden unserer "Märkischen Streusandbüchse" bilden eine außerordentlich gute natürliche Grundlage für das Wachstum von Spargel. In unserem Anbaugebiet spricht man auch vom Beelitzer Sander.
Wir bauen unseren Beelitzer Spargel nach den Richtlinien der integrierten, kontrollierten Produktion an. Das sind Anbaumethoden, die schonend für die Natur und das Gemüse sind. Unabhängige Institute überwachen die Qualität des Spargels und des Bodens.

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